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Aale vom Šukica als Fischsuppe (Brodetto) oder vom Rost mit Mangold

Zutaten für die Fischsuppe: Aale, Olivenöl, drei große Zwiebeln, 2-3 Knoblauchzehen, ein Bund Petersilie, eine scharfe Pepperoni, vier Tomaten, Salz, Pfeffer, Vegeta, 200 ml Weißwein. 

Für den Aal vom Rost: neben dem Aal benötigt man noch Olivenöl, Salz, Pfeffer und einige Lorbeerblätter. 

Beilage: ein Bund Mangold, zwei Kartoffeln, Salz, Pfeffer, Olivenöl.

Wenn Aale nicht so sehr Schlagen ähneln würden, würde ich sie auch öfter als Fischsuppe  oder auf dem Rost zubereiten. So habe ich das Säubern dieses Mal großzügiger Weise Medos Küche überlassen und mir selbst dafür die Aufgabe gegeben, den Teller später zu „säubern“, was mir nicht besonders schwer gefallen ist. Medo jedoch hatte noch eine schwierigere Aufgabe, er musste wegen der Aale auf einen guten, starken Regen warten. Der Fluss war Rika war für unser Mahl am Standort Šukica offenbar am ausgiebigsten. Von dort kamen nämlich die Aale für unser Essen, so dass wir aus diesem Grund auch beschlossen, dieses Kapital so zu benennen.

 Das Säubern von Aalen ist eigentlich sehr einfach, man darf nur keine Angst vor etwas haben, das einer Schlage ähnelt. Beim Aal muss man nur die Innereien entfernen, genau wie beim Seehecht, da sie keine Schuppen haben.

Für die Fischsuppe muss man den Aal noch in einige Zentimeter große Stücke schneiden.  Zwischenzeitlich kommen in einen Topf Olivenöl und dann drei große in Scheiben geschnittenen Zwiebeln, ein Bund Petersilie, ein wenig Knoblauch, eine scharfe Pepperoni, aber man kann auch nur eine halbe nehmen, wenn man's nicht besonders scharf mag. Dann muss man noch vier frische Tomaten zerhacken und hinzugeben sowie Salz, Pfeffer und Vegeta und am Ende 200 ml Weißwein. Alles zusammen muss man noch fünf bis zehn Minuten köcheln lassen, damit der Alkohol verdampft. Dann kommen erst die gesäuberten Aale hinzu und alles zusammen wird noch einmal zehn bis 15 Minuten gekocht. Wenn alles fertig ist, servieren wir die Fischsuppe zusammen mit Maisgries (Polenta). Für die Zubereitung auf dem Rost muss der Aal nicht erst in Stücke geschnitten werden, sondern wird als Ganzes in Form des Buchstabens „S“ aufgespießt. Dann wird er mit Salz, Pfeffer, Lorbeer und Olivenöl gewürzt, und danach kommt er zum Braten auf den Rost. Dazu schmeckt ganz besonders ein Teller Mangold, aber Spinat tut's auch. Aus dem Bund Mangold werden nur die schönsten Blätter herausgesucht, dann wird der Stengel abgeschnitten, wenn er zu dick sein sollte, und das Mangold in kochendes Wasser gegeben, in das man vorher schon Salz gegeben hat.  Nach etwa 10 bis 15 Minuten, wenn das Mangold fertig ist, müssen man es sieben und zerdrücken, wenn man's so mag. Vergessen Sie aber nicht, bevor das Mangold fertig ist, noch zwei, in kleine Stücke geschnittene Kartoffeln hinzuzugeben.  Zu viel Kartoffeln im Mangold sind nicht gut, weil sie dann den süßen Geschmack des Mangolds „überdecken“. Das Mangold wird am Ende gesalzen und gepfeffert und mit Olivenöl begossen, ohne das bei uns nichts geht. Statt Mangold kann man als Beilage zum Aal vom Rost auch Grünkohl mit Öl zubereiten, wer's mag. Ich konnte mich dieses Mal nicht entscheiden, was ich mehr essen soll, Fischsuppe mit Aal oder Aal vom Rost, weil mir beides sehr gut schmeckte. Das Einzige, was mir ein wenig leid tat, war die Tatsache, dass ich nach Medos Küche noch zu einer Feier bei meiner Tanzkollegin, Ariane, eingeladen war, wo hausgemachter Räucherschinken (pršut) aus Crivaci – von dort stammt ihr Mann - auf mich wartete, so dass ich mir nicht sicher war, ob ich auch bei ihr werde hinzulangen können. Von wegen, ich bin nicht im Stande nur mit den Augen zu essen und zuzulassen, dass die Teller vor mir weggetragen werden, ohne dass ich etwas davon probiert habe. Als ob ich jetzt Zwiebel hören würde, der auf meinen „schwachen“ Appetit anspielt. Und wie es um Ihren Appetit steht, wenn's um Aale geht, können Sie selbst beurteilen, nachdem Sie dieses Rezept ausprobiert haben. 

Aus dem Kochbuch „Und was koch' ich heute?“ – Aufzeichnungen aus Medos Küche (Medina kužina)Text: Mia Sesartić, Rezepte: Zoran Kljaković Gašpić – Medo