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Forellen in Maisgries (Polenta)

Zutaten für Forellen in Maisgries (Polenta): 4 Forellen, 100-150 g Maisgries, 200 ml Soja-Öl, 3 Knoblauchzehen, ein halbes Bund Petersilie, Salz. 

Ach, was hab' ich mich auf dieses neue Rezept gefreut, weil ich das noch nie zuvor auf diese Weise gegessen habe. Und erst die Forellen in Maisgries, das hat mich ganz besonders begeistert! Und das wird so zubereitet: zuerst müssen die Forellen gesäubert, gesalzen und in Maisgries gewälzt werden, so wie sie ansonsten andere Nahrnung in Bröseln oder Mehl panieren. Dann kommen 200 ml Öl in die Pfanne, die gut erwärmt werden müssen, und  danach werden die Forellen auf der größten Stufe gebacken, so dass sie von außen schön gelb und krustig werden. In der Regel müssten sie etwa dreimal umgedreht werden und dann können Sie sie herausnehmen und auf einen Teller tun. 

In das Bratfett werden jetzt die drei Knoblauchzehen hinzugegeben, die vorher klein gehackt wurden, und die ebenso klein gehackte Petersilie. Alles zusammen wird gedünstet, und dann über die gebratene Forelle auf dem Teller gegossen. Dazu passen auch Salzkartoffeln und Saisongemüse. Aber es kann dazu auch Maisgries gekocht werden,  der dann in Formen gegossen wird, damit er eine schöne Form erhält. Und damit der Maisgries nicht verklebt, wenn sie ihn heiß auf den Teller oder in die Form gießen, muss der Teller oder das Gefäß, in das sie den Maisgries tun werden, vorher gespült werden, damit es nass ist, sagte uns Medo. 
Aber es geht hier nicht nur um Erfahrung, sondern auch um die Liebe zum Kochen. 

- Wenn man nicht ständig am Topf steht, wird nichts aus dem Essen. Kochen ist ein delikates Geschäft, man muss genauso darauf konzentriert sein und sich damit befassen, wie mit Freuen und Blumen. Man muss immer aufpassen und in der Nähe des Herdes sein. Da wird immer etwas umgerührt, gedreht und gewendet, weil man manchmal einfach vergißt, wie viel man von Etwas reingetan hat, und dann muss man die Speise probieren. Deswegen sind auch Männer die besseren Köche, obwohl man auch den Frauen Respekt zollen muss, wie zum Beispiel unserer Köchin Mare – sagt Medo. 

- Oh weia, wie schwer haben's dann die, die den ganzen Tag am Herd herumstehen müssen, weil sie Köche sind, und sich dann abends noch um ihre Frauen bemühen müssen – folgert Medos Team. Wie das bei Ihnen zu Hause aussieht, weiß ich nicht, aber mich freut es, wenn sich mein Mann um sich bemüht ... und noch mehr, wenn er am Herd herum hantiert.

In unserem Fluss Jadro leben drei Forellenarten, unsere Soliner, die kalifornische und die bachforelle, sagt Medo. Die erste lebt in der Nähe von Wasserfällen, weil sie nach Schnellen sucht und sich an den Stellen versteckt, wo der Fluss schäumt. Üblicherweise haben wir sie deswegen beim Wasserfall oberhalb von Pazarić und Ponkova mlinica gefangen, wenn man im Stadtzentrum gelebt hat. Obwohl das gar nicht einfach war, sagt Medo, weil die Legende des Flusses, der verstorbene Mijo Bezer, der in einem Gebäude nahe des Gašpić lebte, auf den Fischfonds aufpasste und die Wilderer fing, so dass wir uns damals, als wir jung waren, sobald wir Bezer sahen, in allen Himmelsrichtungen flüchteten, und selbst in den Fluss sprangen, wenn's sein musste.

Aus dem Kochbuch „Und was koch' ich heute?“ – Aufzeichnungen aus Medos Küche (Medina kužina)

Text: Mia Sesartić, Rezepte: Zoran Kljaković Gašpić – Medo