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Soliner Königsschnitzel

... mit Kichererbsen als Beilage

Zutaten für das Schnitzel: (Rindschnitzel ebenso viele wie Personen oder doppelt so viel, Sie müssen selbst die Kapazitäten ihrer Familienmitglieder beurteilen), gewöhnliches Öl, eine Zwiebel, zwei bis drei Knoblauchzehen, ein halbes Bund Petersilie, Salz, Pfeffer, 100 ml Prosecco, ein Eßlöffel Honig, die im Tect genannten Gewürzpflanzen, zwei bis drei frische Tomaten oder im schlimmsten Fall geschälte Tomaten aus der Dose. 
Wißt ihr was, liebe Leute? Medo hat schon den Namen für unser Kochbuch gefunden, aber ich werde euch das noch nicht sagen. Der Name ist phänomenal, aber ich werd' euch nur so viel verraten, als das das ist, was wir Frauen uns jeden Tag fragen! 

Hauptsache, Medo hat den Namen fürs Buch gefunden, aber die Zutaten für das Essen hat er nicht alle mitgebracht, so dass die Köchinnen aus Medos Küche sofort Alarm geschlagen und was meinen Sie, wenn sie angerufen haben, natürlich mich, damit ich, bevor ich ins Restaurant komme, noch einige unserer Soliner Pflanzen für das Schnitzel pflücke und mitbringe. Und so hab' ich, sofort nachdem ich meine Tochter aus dem Kindergarten abgeholt hatte, von Sridnja strana, Sesartić, bis Priko vode Pflanzen und Gräser (einige davon sind Gräser im wahrsten Sinne des Wortes) gepflückt, damit das Schnitzel möglichst schmackhaft wird. 

Dieses Schnitzel können Sie zu Ostern oder bei einer anderen Gelegenheit zubereiten, wenn Sie Gäste haben. Das wird eine wahre Soliner Spezialität sein. Wenn Sie einen Garten haben, müssen Sie die Gräser und Pflanzen nicht so weit weg suchen und pflücken gehen wie wir, nur müssen Sie eine Kleinigkeit kaufen – das Fleisch. Sollte jemand etwas gegen die Pflanzen und Gräser von unseren Wiesen haben, sagen Sie ihm ganz einfach nicht, was das ist, sondern erst später, nachdem er alles aufgegessen hat, und glauben Sie mir, es wird ihn genauso freuen, das probiert zu haben, wie es uns auch gefreut hat. 

Und das Rezept lautet wie folgt: das Rindschnitzel oder wenn Sie sich für dafür entscheiden sollten, das Rumpsteak muss von beiden Seiten in der Pfanne angebraten  werden, eine Minute insgesamt. Auf das Fleisch ist die in dünne Scheiben geschnittene Zwiebel, 2-3 gehackte Knoblauchzehen, das halbe Bund Petersilie hinzuzugeben, und dann wird alles mit Salz, Pfeffer und Vegeta gewürzt und mit 100 ml Prosecco begossen. Außerdem wird ein Löffel Honig hinzugegeben und Blätter der solinischen bzw. heimischen Pflanzen und Gräser, die nicht gehackt oder zekleinert werden. Das können Salbei, Schnittlauch, Echtes Johanniskraut, Spitzwegerich u.a. sein, und zum Schluss geben wir noch zwei bis drei zerdrückte frische Tomaten hinzu. 

All das kochen wir bei kleiner Flamme 30 bis 45 Minuten. Wenn Sie Rumpsteak statt Rindschnitzel nehmen, dann müssen Sie alles etwas kürzer kochen, etwa 25 Minuten. Wie ich bereits sagte, haben wir die Pflanzen und Gräser für unser Essen an einigen Orten in Solin gepflückt, wo es noch schöne, unberührte Wiesen gibt, unter anderem auch in den Königsgärten, wo sich der Legende nach die Gärten unserer Könige befanden.

Kichererbsen 

Kichererbsen: (für die Suppe oder als Beilage und Salat) ein halbes Kilo Kichererbsen, Olivenöl, Salz und Pfeffer – das sind die Zutaten für alle Varianten, und für die Suppe müssen sie noch einen Teelöffel Vegeta hinzufügen. 

Für beide Varianten haben wir die Kichererbsen einen Tag früher in Wasser aufgeweicht und während dieser Zeit einmal das Wasser gewechselt, damit sie weicher werden. Sollten wir die Kichererbsen als  Suppe zubereiten, dann geben wir in einen Topf mit kaltem Wasser alle Zutaten, d.h. die Kichererbsen, das Salz, den Pfeffer, das Olivenöl und ein wenig Vegeta. Nach dem Aufkochen muss die Suppe noch etwa eine Stunde lang kochen und dann haben wir eine schöne Kichererbsensuppe, und wenn wir die Kichererbsen als beilage oder Salat essen wollen, dann werden wir sie nur mit ein wenig Olivenöl und Salz würzen, und wer will, kann auch noch ein wenig Pfeffer hinzugeben. 

Los, ich kann's kaum abwarten, dass Sie dieses Schnitzel probieren. Ich war begeistert, vor allem vom Geschmack dieser heimischen Pflanzen, da sie diesem Gericht einen ganz besonderen Geschmack verliehen haben. Auch Jakov hat es sehr gefallen! Und Nina! Und den Köchinnen! Und ich hoffe, dass es auch Ihnen schmecken wird, während Medo von Anfang an wußte, dass es ausgezeichnet sein wird. 

Aus dem Kochbuch „Und was koch' ich heute?“ – Aufzeichnungen aus Medos Küche (Medina kužina)

Text: Mia Sesartić, Rezepte: Zoran Kljaković Gašpić – Medo